Medien und Kommunikation

Diese Seite befindet sich derzeit (2010) in inhaltlicher Überarbeitung, und wird hoffentlich bald etwas informativer sein.

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Was ist MuK?

Der Übergang zur Informations- und Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts ist eine Herausforderung für Bildung und Schule. Um junge Menschen zu befähigen, diese neuartige Gesellschaft verantwortlich mit zu gestalten, muss Schule - als gesellschaftliche Instanz - sich diesem Prozess aktiv stellen. Schule hat hierbei die Chance, sich in einer pädagogisch geleiteten Auseinandersetzung mit den zunehmend komplexen Medienwelten als Institution neu zu definieren, zu profilieren und zu verorten.
Ziel eines auf veränderte Anforderungen bezogenen pädagogischen Handelns kann nicht vorrangig das Beherrschen bestimmter Programmiersprachen, Software-Anwendungen und Hardware-Konstellationen sein. Das Ziel muss umfassender - kritisch, emanzipatorisch - sein. Der in der Diskussion oft gebrauchte Begriff «Medienkompetenz» weist in diese Richtung. Die Vermittlung von Medienkompetenz und deren Konkretion auf den Unterrichtsalltag ist eine zentrale Frage des Modellprojekts MuK (1998-2003).
(Quelle: http://www.bildung-brandenburg.de/bbs/entwick/modell/muk/ )

Das Unterrichtskonzept «Medien und Kommunikation» ist Brandenburgs Beitrag zum SEMIK-Projekt. Es sollen - wenn ich das so richtig versanden hab ;-) - der Umgang mit neuen Medien theoretisch und praktisch geschult werden (siehe auch die weiterführenden Links). Die Schüler sollen sich praktisch mit neuen Technologien, auditiven Medien (z.B. Hörspiele), Printmedien (z.B. Zeitung/Foto) sowie Film beschäftigen, theoretisch (gähn) mit Fragen zur Informationsgesellschaft, zur Mediennutzung, zur Medienanalyse, Struktur und Wirkungsweise der Massenmedien sowie mit Kommunikationstheorien befassen (...was natürlich keinen Schüler wirklich interessiert und nur für Klausuren gelernt wird). MuK wird in der gymnasialen Oberstufe (Klassenstufe elf bis dreizehn) als zusätzliches Unterrichtsfach angeboten und kann freiwillig belegt werden. Unterrichtet wird es wie die anderen Grundkurse/Basiskurse mit zwei Stunden pro Woche in Klassenstufe elf und drei Stunden pro Woche in Klasse zwölf und dreizehn.
Sechs Brandenburger Schulen nehmen an diesem Projekt teil, darunter auch das Einstein-Gymnasium Potsdam, welches ich besuchte. Ich möchte hier meine entstandenen Werke veröffentlichen, die ich (teilweise mit anderen Schülern zusammen) für das Fach MuK angefertigt habe.

Halbjahr 11/1: Auditive Medien

Im Schulhalbjahr 11/1 haben wir uns mit auditiven Medien beschäftigt, also hörbare Medien. Praktische Aufgabe für uns war es, ein auditives Medium zu erstellen, z.B. ein Hörspiel oder eine Collage aus verschiedenen Tonschnipseln. Ich habe mich mit einem Kumpel für folgendes Projekt entschieden:

Folgendes Projekt haben wir vor:
O-Töne von 1946-1999 von besonderen (hauptsächlich politischen) Ereignissen, wollen wir zusammenfügen (Ausschnitte daraus, einzelne Redewendungen, Sätze) und mit zeitgenössischer Musik (Musik aus der Zeit) hinterlegen. Es wird somit noch einmal die (politische) Geschichte Deutschlands zusammengefasst. Das Stück soll dann Deutschland heißen. Wie lang das Stück wird, ist noch nicht abzusehen. Als O-Töne dienen bis jetzt RealAudio-Dateien vom DASAN-Server («Deutsche Auslands-Schularbeit am Netz»), die passende Musik wollen wir mit Napster bekommen (MP3).

Bevor wir uns an die Umsetzung unserer Ideen machen dürfen, müssen wir unserem Lehrer ein Exposé vorlegen. Obiger Text ist unser Exposé gewesen für unser Projekt. Unser Lehrer meinte, dass wir uns dabei eine sehr anspruchsvolle Aufgabe gestellt hätten, da wir Vollständigkeit nicht leisten können. Können wir natürlich nicht - wir sind schließlich auch abhängig gewesen von den uns verfügbaren O-Tönen. Durchgezogen haben wir das Projekt trotzdem - sind auch zwölf Stunden vor Abgabetermin damit fertig gewesen... ;-) Unser Stück heißt Deutschland und 48 Minuten 33 Sekunden kurz - das ist neben der eben schon angesprochenen Unvollständigkeit der größte Kritikpunkt unseres Lehrers gewesen. Wir bestrachten es jedoch als Dokumentation, die sich der Zuhörer absichtlich anhört und finden es somit nicht zu lang geraten.

Folgende Info-Datei haben wir dazu abgeliefert:

Unser Projekt im Fach "Medien und Kommunikation" ist eine Sammlung von verschiedenen O-Tönen einiger Politiker und Reporter.
Es handelt sich dabei um meist traurige, aber einprägsame, Ereignissee. Diese O-Töne haben wir mit _zeitlich_ möglichst passender Musik hinterlegt. Unsere Quelle der O-Töne war der DASAN-Server (http://www.dasan.de) und mit Hilfe von Napster (mit Sondererlaubnis ;-) erhielten wir die unterlegte Musik. Unser Hauptproblem war es, den Anfang und das Ende der Musik passend zu gesprochen Text zu gestalten und das Gesamtstück mit einer einheitlichen Lautstärke zu versehen. Während der Arbeit haben wir schnell festgestellt, dass es nicht möglich ist, auch nur annähernd eine «vollständige» Wiedergabe der deutschen Geschichte von 1948 bis 1999 zu verfassen. Desweiteren gehört die Explosion des AKWs Tschernobyl nicht wirklich zur deutschen Geschichte, hat aber die deutsche Politik entscheidend beeinflußt.

Länge der Datei: 48 Minuten 33 Sekunden.
  1. Nationalhymne der BRD, Verasbschiedung des Grundgesetzes (23.09.1949) und des Währungsgesetzes (18.06.1948)
  2. Gründung der DDR (07.10.1949)
  3. Anneliese, Wehrpflicht
  4. Marmor, Stein und Eisen bricht, Kommentar zu den 68ern, John F. Kennedy
  5. Am Tag, als Conny Kramer starb, Olymp. Spiele München 1972
  6. Ba-Ba-Banküberfall, Terrorismus in Deutschland
  7. Er hat ein knallrotes Gummiboot, Holocaust, Oktoberattentat
  8. 99 Luftballons, Tschernobyl, Giftgasanschlag
  9. Hurra, Hurra, die Schule brennt, Grenzöffnung in Ungarn
  10. Alt wie ein Baum, Schabowski zur Grenzöffnung
  11. Währungsunion in der DDR
  12. Guildo hat euch lieb, T-Aktie
  13. Nationalhymne der BRD, Oderhochwasser

Halbjahr 11/2: Printmedien

Zielstellung des zweiten Halbjahres war das Erstellen von Printmedien. Als Referenz diente unsere Schulbroschüre, die auf positiven und negatives analysiert wurde. Wir hatten die Möglichkeit, zusammen eine neue Broschüre für unsere Schule zu erstellen. Da ich mir aber «Viele Köche verderben den Brei» dachte, habe ich wie wenige andere ein eigenes Printmedium erstellt, was wenigstens auch von Erfolg gekrönt war... ;-)

Ich habe mir überlegt, eine (Falt-)Bröschüre zu generieren, welche erklärt, wie man sich einen eigenen Computer «zusammenbastelt».
In diesem Prospekt müssen nicht nur aktuelle und sinnvolle Sachinformationen sowie Fachwissen stecken, sondern es muß auch für den DAU verständlich sein. Dieses Prospekt muß dann mit Bildern angereichert werden.
Je nachdem, wie viel Zeit wir zur Verfügung haben, kann das Prospekt nur grundlegende Informationen darbieten oder auch bis zur richtigen Konfiguration von Computersystemen reichen.
Auf jeden Fall wird diese «Broschüre» mehr als ein DIN A4-Blatt umfassen und stellt sowohl inhaltlich als auch vom Unfang eine Herausforderung für mich dar.
Erstellt wird dieses Prospekt vornehmlich mit Coral Draw 8 OEM (Lizenz der Schülerzeitung...), Star Office 5.2 sowie mit Micrografx Picture Publisher 8, 4 oder mit Micrografx Proto Magic 4 (ebenfalls noch Lizenzen der Software vorhanden).
U.U. kann das fertige Projekt als PDF angefertigt (konvertiert) werden.

Ich war diesmal schlauer und habe einen Großteil für das Projekt gleich zu Hause gemacht, weil ich hier über weitaus bessere Mittel verfüge als in der Schule. Mein Projekt wurde eine Stunde vor Abgabetermin fertig...
Für diesen Flyer gab es ein «sehr gut», den exakten Kommentar unseres Lehrers soll ich nicht posten... :-/

Broschüre «Wie baue ich mir meinen eigenen Computer?» ansehen

Mein Flyer liegt im PDF-Format vor. Im Jahr 2010 habe ich ein paar ergänzende Hinweise angefügt, im Wesentlichen hat das einst geschriebene auch heute noch Gültigkeit.

Ursprünglich wurde die Broschüre für das Format DIN A3 erstellt. Da die wenigsten aber einen A3-Drucker besitzen und sich mehrspaltige Dokumente am Bildschirm schlechter lesen, wurden die Seiten auf A4 geteilt.

Schuljahr 12: Film

Schuljar 12 wurde dem Film gewidmet. Neben ganz viel Theorie sollen wir auch eigene Filmchen drehen. Mit einem Kumpel habe ich mich für einen Dokumentarfilm über Gontards Schaffen in Potsdam entschieden (passend zur Diashow...), der nun, über einen Monat vor Abgabetermin, endlich fertig ist. :) Carl von Gontard war ein bedeutender Architekt, der im Auftrag Friedrichs II mehrere Batuen in Potsdam erbaut und ausgestaltet hat (darunter das Neue Palais im Park Sanssouci und das Marmorpalais im Neuen Garten).
Bevor wir jedoch auf die Technik losgelassen wurden durften wir natürlich erst einmal ein Exposé, Ein Treatment, Storyboard und was es sonst noch so alles gibt, schreiben. Nebenbei haben wir uns einige (meistens Kurz-) Filme angesehen und diese analysiert.
Im zweiten Halbjahr war dann endlich praktische Arbeit angesagt. Die Kameras, Stative und Schnittgeräte wurden uns sowohl von der Schule als auch vom MPZ Brandenburg zur Verfügung gestellt. Den Film kannst du dir hier ansehen.

Den Film über Gontards Schaffen in Potsdam ansehen...

Als Machbarkeitsstudie zur nativen Videounterstützung im kommenden Web-Standard HTML5 gibt es den Film nun als Theora-Stream. Dies wird von einigen aktuellen Browsern bereits unterstützt.

Zum Download liegt der Film in zwei verschiedenen Formaten vor:

  • Download im Theora-Format (ca. 12 MByte): Format der Wahl, muss aber von deiner Abspielsoftware unterstützt werden.
  • Download im Mpeg-Format (ca. 32 MByte): als Alternative für alle, die Theora-Filmdateien nicht abspielen können. Die Datei ist allerdings knapp dreimal so groß bei gleicher Qualität.

Zum Abspielen wird der VLC Media Player empfohlen, da er einerseits für diverse Betriebssysteme verfügbar ist, andererseits zahllose Formate von Haus aus unterstützt. Natürlich kann der auch Theora.

...und beurteilen

Unser Film wurde als Referenz auf einer Tagung der MuK-lehrenden Kräfte als Referenz gezeigt und wir bekamen für ihn 14 Punkte (das ist eine glatte 1).
Wenn du etwas zu dem Film sagen willst, so kannst du das hier tun.

Schuljahr 13/1: Multimedia

Demnächst™ etwas ausführlicher...

Abschließend noch einige weiterführende Links zum Thema MuK. Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.