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Blick auf den Schaugarten

Die Freundschaftsinsel in Potsdam

Die Freundschaftsinsel befindet sich im Potsdamer Stadtzentrum, direkt an der Mündung der Nuthe in die Havel und trennt die Alte und die Neue Fahrt der Havel voneinander. Ihre heutige Form hat Anfang des 19. Jahrhunderts erhalten, als die Neue Fahrt zu einem beschiffbaren Kanal ausgebaut wurde. Der damalige Besitzer nannte die Insel in seinem Testament 1841 Insel der Freundschaft, und sein Sohn richtete auf der Insel eine Ausflugsgaststätt mit diesem Namen ein, die mit der Zeit der Insel ihren Namen gab.
Bis Ende des 19. Jahrhunderts entstanden auf der Insel mehrere Kleingärten und Schuppen, und es siedelten sich auch einige Bootsbauer an. Ebenso entstand auch eine Flussbadeanstalt. In den 30er Jahren gedachte man, die Insel neu zu gestalten. Den Touristen, die am Potsdamer Stadtbahnhof ankamen und auf dem Weg in die Innenstadt zwangsweise diese Insel passierten, sollten ansehnlicheres zu sehen bekommen. Hierzu legte man an den Seiten der Langen Brücke, die die Insel passiert, eine kleine Grünanlage an.
Blick auf die Alte FahrtDer Potsdamer Staudengärtner Karl Foerster regte ‒ nicht ganz uneigennützig ‒ die Idee eines Schau- und Sichtungsgartens an und konnte sich mit dieser Idee durchsetzen. Im Frühjar 1941 wurde dieser Garten mit etwa 2500 verschiedenen Pflanzenarten eröffnet, allerdings beim Bombenangriff im April 1945 zerstört und.
In den ersten Nachkriegsjahren gab es zunächst wichtigeres als einen Schaugarten, allerdings konnte sich Foerster erneut mit einem Schaugarten durchsetzen, der ab 1953 neu entstand. 1966 wurde die Schauanlage im Rahmen der Ausstellung Plastik im Freien durch einige Bronzeskulpturen ergänzt, die noch heute die Insel zieren. 1972-73 wurde die Nutzung der Insel breiter aufgestellt und unter anderem eine Freilichtbühne und ein kleiner Bootshafen angelegt. Gleichzeitig verschwanden die letzten Kleingärten und Bootsschuppen von der Insel.
In den Folgejahren wurde der Staudengarten mehrmals umgestellt, hatte aber vor allem mit Vandalismus und nach 1990 auch mit der Aufgabe der gastronomischen Einrichtungen zu kämpfen. Um die Anlage nicht dem weiteren Verfall preiszugeben, wurde die Insel in die Projekte zur Bundesgartenschau 2001 in Potsdam integriert und ab 1996 umfassend saniert.
In den Sommermonaten wird die Freilichtbühne derzeit als Open-Air-Kino genutzt, es befindet sich einer von mehreren Potsdamer Bootsverleihen auf der Insel und es gibt auch wieder Gastronomie. Insbesondere Einheimische nutzen die Insel als Naherholungsgebiet gerne, da sie nicht so stark von Touristen frequentiert wird.

Bildübersicht

Nachfolgende Bilder der Freundschaftsinsel sind im Jahr 2000 entstanden.

  • Der eingezäunte Teil der Freundschaftsinsel (=Schaugarten, Galerie)
    Bild 1 Bild 2 Bild 3 Bild 4
  • Der nicht eingezäunte Teil der Freundschaftsinsel (= Grünflächen, Freilichtbühne, Alte und Neue Fahrt)
    Bild 1 Bild 2 Bild 3 Bild 5 Bild 6

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