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Torbogen der Matrosenstation

Die Matrosenstation Kongsnæs

Bereits im Jahr 1841 wurde am Potsdamer Jungfernsee eine Matrosenstation für die königlichen Freizeitschiffe eingerichtet. Kaiser Wilhelm II plante, diese im neugotischen Stil an gleicher Stelle neu erbauen zu lassen, da er gerne segelte. Nach einer Norwegenreise entschied er sich aber dafür, die Station im damals in Norwegen populären Dragestil errichten zu lassen. In den Jahren 1892 bis 1895 entstanden mehrere, hölzerne Gebäude, die vom norwegischen Architekten Holm Munthe entworfen und deren Holzteile in Norwegen produziert wurden. Munthe war einer der bedeutendsten Vertreter dieser Stilrichtung und hatte einige Jahre zuvor in Deutschland studiert. Die neue Station bekam 1896 den norwegischen Namen Kongsnæs.

Prägendes Gebäude der Station war die Ventehalle, die jedoch durch einen Brand 1945 zerstört wurde. An einen Wiederaufbau war während der Teilung Deutschlands nicht zu denken, da an dieser Stelle der Grenzstreifen verlief. Andere Häuser des Ensembles sind erhalten geblieben.

Nach dem Mauerfall reifte der Wunsch, die Matrosenstation wieder als Ganzes herzurichten, ein erster Schritt war der Wiederaufbau des Torbogens im Jahr 2000. Ende 2010 wurde durch einen privaten Investor mit der Rekonstruktion der bestehenden Häuser und Neuerrichtung der Ventehalle begonnen, die zukünftig gastronomisch genutzt werden soll. Typisch für Potsdam ist der unmittelbar nach Baubeginn aufgekommene Streit mit Denkmalschützern und Anwohnern, die sich die Umsetzung im Vorfeld anders vorgestellt haben, von der Stadtverwaltung übergangen und nicht hinreichend über die Ausführungsdetails informiert fühlen. Es bleibt spannend, wer sich letztendlich durchsetzen wird.

Bildübersicht

Nachfolgend zwei Aufnahmen des Torbogens, der im Jahr 2000 wieder aufgebaut wurde (zum Vergrößern anwählen):
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